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Donnerstag, 15. Oktober 2015

3 Monate !

Jetzt ist unsere Tochter schon stolze drei Monate alt. 13 1/2 Wochen sinds mittlerweile.
So lange ist sie nun schon ein fester Teil meines Lebens. Seit über drei Monaten kann ich sie nun nicht nur spüren sondern auch sehen, riechen und mich von außen treten lassen.
Und das ist sooo viel schöner wie von innen - auch wenn ich ihre Bewegungen schön fand, meistens zumindest. Hihi.

Die Liebe zu diesem wundervollen Wesen wächst , jeden Tag. Ich weiß nicht wie sie es macht, denn ich würde sagen, man kann nicht mehr lieben, aber es geht. Jeden Tag mehr. Ich liebe sie so unendlich. Das beste in meinem Leben. Sie lernt jeden Tag so viel dazu, ist so interessiert am Leben und an der Welt. Ich könnte dir ewig zusehen, wie du lächelst, du einschläfst, ... ach alles eben.

Ich bin unendlich Glück in der Rolle der Mutter. Darf ich trotzdem aber irgendwie unglücklich sein ?
Ich hab das Gefühl, ich bin nur noch Mama - was wundervoll ist. Aber, es fällt mir schwer - ausschließlich Mama zu sein. Mir fehlen meine Freunde, welche mich , ja so fühlt es sich an, vernachlässigen. Ich werde selten gefragt - wenn mal was stattfindet- ob ich auch dabei sein will. Ich fühl mich übergangen und Einsam. Ja.
Ich hab nun für mich den Entschluss gefasst, ich melde mich nicht mehr. Bei niemanden. Nicht mehr von mir aus. Ich bin es sooo leid mich bei jedem zumelden, ein offenes ohr für sämtliche Probleme zu haben, meine Freunde zu fragen wie es ihnen geht und was sie machen. Ich möchte auch gefragt werden, ob ich zeit und lust habe was zu tun, wie es mir geht, wie es meiner Tochter geht, alles eben. Einseitig sind meine Freundschaften momentan. Und das eigentlich durch die Bank durch. Ich geb zu viel. Und bekomme wenig, zu wenig.
Bei manchen stört mich das wenig und gar nicht melden weniger. Clari ist selber Mama, wir schreiben eben nur ab und an und sehen uns unregelmäßig, dennoch ist sie mir wichtig und wenn wir uns sehen ist alles wie immer. Aber - es war eben NIE anders zwischen uns. Mal haben wir uns ein halbes Jahr nicht gesehen, und es war dennoch immer wie "immer". Zwischen uns eben. Nun haben wir beide ein Baby - ihres ist drei Monate älter - und wir sehen uns 1-2 mal im Monat und das ist super so. D. ist viel am Arbeiten und wir sehen uns selten, aber sie zeigt Interesse an mir und - vorallem- auch an meiner Tochter. Zumindest mehr wie die anderen. Sie versucht alle 1-2 Wochen zu mir zu düsen, auch wenn sie nicht lange da ist, aber sie kommt. Und das freut mich sehr.
A. ist leider zu weit weg, rund 800 km liegen zwischen uns, und ich vermisse sie sehr. Wie gern hätte ich sie bei mir, ist sie doch meine beste Freundin. Sie ist am weitesten weg und doch steht sie mir am nähsten. Sie weiß alles und bekommt alles mit. Sie fehlt mir unendlich.
E. mag eigentlich keine Kinder und Babys, wir hatten nie regelmäßig viel Kontakt - das sie sich nicht so oft meldet stört mich kaum. Es war nie anders. Sie ist mir zwar wichtig und ich hab sie furchtbar lieb aber ich nehm es ihr nicht so übel wenn sie sich auch mal 2 wochen nicht meldet. Bisher kam das aber nie vor -zuvor schreib ja auch immer ich und frag nach dem Befinden....
L. das sie sich nicht meldet , dass ist normal. Es ist eben so. Aber das macht nichts. Das ist okay.
S und M. sieht und hört man eh nicht mehr seit sie ein Paar sind und zusammen wohnen. Das ist eben so. ja, so war es jedes mal. Ich find es zwar schade und hätte gern mehr Kontakt aber... ja... noe.
A. das passt... mehr Kontakt will ich auch nicht mehr haben. Es trifft mich nämlich leider, wirklich leider, dass sie sich SO gut mit meinem Ex und dessen neue Freundin - wegen der er mich nach fast sieben Jahre beziehung verlassen hat - versteht und auch mit denen mal was unternimmt. Ich will ungern, dass sie von mir erzählt und die was von meinem Leben mitbekommen. Vielleicht . ja ziemlich sicher sogar,  bin ich da zu empfindlich. So wie es zwischen uns ist passts ganz gut.
T. hat nun selber ein Baby, wir sehen uns oft und verstehen uns gut. Geheimnise etc will und kann ich ihr aber nicht Anvertrauen. Zumindest keine richtigen Sachen, Ich bin aber froh, dass wir beide ein Baby haben, sie ist mir vertraut und wir kennen und einfach schon ziemlich lange.
T2. hat mit neuem Freund auch einen ziemlich großen neune Freundeskreis dazubekommen . Ich vermiss sie manchmal, mit ihr ist es einfach immer lustig und sie kann super zuhören, tipps geben und ist einfach eine unglaubliche liebe Person. Ich hör und seh sie leider sehr selten. Das sie sich nicht meldet find ich zwar schade, aber ich weiß, sie hat viel zu tun und eben noch so viele andere Leute. Wir stehen uns zwar nah- aber als "beste Freundin" hab ich sie nie gesehen. Wahrscheinlich trifft es mich deswegen nicht.
Anders ist das bei T.
T. war immer eine sehr wichtige Person für mich. Wir standen uns sehr nah. Und das ich schon in der Vergangenheitsform spreche, macht mich traurig. Ich hab das Gefühl wir entfernen uns voneinander. Und das macht mich wirklich sehr traurig. Wir hatten tolle Gespräche, tolle Abende, Nächte und Tage. Ich vertraue ihr. Und sie mir glaub schon auch. Ja ganz bestimmt. Ich hab mir Monate, nein Jahre lang Liebeskummer "reingeziogen" und war zu jeder Tag und Nachtzeit für sie da. Ich hab ihr immer zugehört, ich hab versucht eine gute Freundin zu sein und fühl mich nun ziemlich aufs Abstellgleis abgestellt. Sie hat nun eine neue nette Freundin, die ist echt ne nette und auch super witzig - hab sie drei mal gesehen... und ich exestier enicht mehr in ihrem Leben. Das hab ich ihr auch gesagt. Sie wollte mich wieder mehr einbeziehen, mehr teilhaben lassen, wollte das wir uns mehr sehen blabla. Na ja, blabla eben. Dann melden wir uns eben ein paar Tage nicht, okay. Klar, kein Ding. Dann verschweigen wri noch die Hälfte vom Wochenende, klar, wieso ist ja auch klar. Ich dachte, sie würde öfters hier sein. Bei uns. Bei mir. Bei meinem Baby. Wie oft sie die kleine gesehen hat kann man an einer Hand abzählen. Na vielleicht darf die andere hand auch schon dabei sein. Obwohl. Tag 1 nach der Geburt. 1 beim baden. 2 oder 3 mal war sie da und einmal beim Essen gehen. Also 5 oder 6 mal. In 3 Monaten. Das sind über 90 Tage mittlerweile. Das ist nicht mal alle zwei Wochen. Uns sie wohnt nicht weit weg. Aber sie hat ein stressiges Leben, Arbeitet viel. Und hat viel um die Ohren. Ich weiß das alles, und das ich sie wenig seh, na gut, ja. Wir haben alle unser Leben und es ist manchmal nicht einfach sich was freizuschaufeln, aber wenn man wollen würde, würd man dann nicht öfters kommen können ?  Auch wenns nur mal ne Stunde ist ? Und wenn das alles nicht klappt, ist es dann sooooo anstrengend und zeitaufwendig 2 Minuten für eine Nachricht aufzubringen. Zurück zu schreiben ? Oder mal ne Voice aufzunehmen oder gar anzurufen ? ich bin traurig. Wirklich traurig. Sie fehlt mir und ich glaube, bald wird sie ganz aus meinem Leben verschwinden. Und das tut mir weh. Sie gehört zu meinen engsten Freunden und Vertrauten und wir hatten so viel Spaß zusammen. Und nun,nun gehör ich nicht mehr dazu. Und ich hab für mich entschlossen das ich diese Einseitige Freundschaft nicht länger führen kann. Ich scheine Erwartungen zu haben, welche nicht erfüllt werden können. Jedes mal bin ich entäuscht und das will ich nicht mehr. Ich meld mich von mir aus nicht mehr, bzw. kaum noch. Wenn ich ihr nicht mal wichtig genug bin, dass sie sich von sich aus ab und an mal meldet, dann eben nicht. Vielleicht geht es mir dann besser. MIch beschäftigt es ziemlich und es drückt meine Laune ziemlich oft runter. Weil es mich einfach , wie tausend mal erwähnt, traurig macht.

Da merkt man doch wieder, dass Blut dicker ist als Wasser. Mit den letzten Wochen und Monaten wurde meine Familie immer wichtiger und wichtiger für mich. Nicht, dass sie mir jemals unwichtig geworden wäre, aber seit der Schwangerschaft und nun auch der Geburt meines Sonnenscheins ist mir Familie wichtiger den je. Ich versteh mich vorallem mit meinem Bruder besser den je. Und das ist schön. Wir sehne uns 2-4 mal im Monat alle. Und es macht Spaß. Und auch seine Eltern bekomme ich 1-2 mal die Woche zu Gesicht. Und alle lieben klein E. ! und das ist so toll.

Ja, in den letzten drei Monaten hat sich mein Leben verändert. Ich muss mit meiner Rolle noch zurecht kommen, damit das ich eben nun Mama bin, und nur sehr wenig Freundin, weil man mich nicht lässt. Den ich bin flexibel, da die kleine Maus den besten Papa auf der Welt hat. Wirklich. Er liebt sie und kümmert sich so dermaßen toll um sie. Die beiden sind so wundervoll zusammen. Und da ich nicht stille kann jeder ihr das Fläschchen geben. Ich kann also auch mal Abends in Kino, mal zusammen sitzen etc. Wenn man mich nur mal fragen würde. Ich wär gern bei. Aber,... wenn ich mal dabei bin, fühl ich mich irgendwie auch nicht mehr wirklich dazugehörig. Ich hab keine Ahnung wieso, es ist aber vorallem Hormonell bedingt. Diese "keiner hat mich Lieb" Gedanken hab ich nämlich meist kurz vor meinen Tagen ;) ... ja grad fällt mir alles etwas schwer.

Aber eigentlich, wirklich, bin ich sooo dermaßen Glücklich. Wenn ich in ihre Augen sehe, spielt nichts mehr eine Rolle - nur das sie Glücklich ist.  Sie ist alles für mich. Alles was ich will, brauche und habe. Mein Leben.
Das beste was mir passieren konnte. Ich liebe das kleine Mädchen einfach mehr als alles andere, Und ich bin dankbar für dieses wundervolle Geschenk.
Drei Monate Glück und Stolz. Drei Monate Mutter sein. Drei Monate Familie. Drei Monate Liebe. Drei Monate Du.

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