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Donnerstag, 22. Januar 2015

Schwanger und Arbeiten

Gestern dacht ich mir noch so - hui, die Ischiasschmerzen auf der linken Seite des Hinters / Bein sind besser geworden - bääm zieht es heute wieder so dermaßen, dass ich einfach kaum heim laufen konnte. Ich laufe auf Arbeit ja schon recht ordentlich viel und wenn ich kein Auto zu Verfügung hab (also die ganze Woche nicht so lange ich noch daheim wohne...) darf ich eben nach der Arbeit heim laufen - oder ich hab Glück das mich jemand fährt.
Nachdem ich heute aber, noch wegen gestern Mittag, mega miese Laune hatte und total gereizt war hatte ich kein Bock mit irgendwem mitzufahren - und auch nur eine Minute länger auf Arbeit rumzuhängen... und bin gelaufen.
Bewegung soll ja helfen... Na die hatte ich. Und Wärme dank meiner Heizdecke ebenfalls.
Ich bin mega Müde und hab erstmal 3 Stunden geschlafen. Total am Ende.
Es ist krass wie sehr mich das Arbeiten einfach anstrengt.
Und trotzdem kann ich mir grade nicht vorstellen damit komplett aufzuhören.
Es macht mir einfach Spaß, es gibt mir eine Sinnvolle Beschäftigung. Aber ich glaub, sobald mein Bauch wirklich groß wird, und noch ein paar Beschwerden hinzukommen, wird das mit dem Bücken einfach nicht mehr wirklich gehen. So ist es schon echt Grenzwertig aber ich will nicht ständig nur rummemmen. Bücken gehört eben zu meinem Job. Ebenso wie Alte Menschen auf Toilette setzen, sie Waschen, ihnen was zu Essen reichen, das Geschirr abzuräumen , zu singen, zu lachen und zu quatschen.  Klar, es gibt auch Betreuung im Haus - nur... gibt es dafür auch extra Personal und ich kann keine 8 Std am Tag dafür eingeplant werden um als 100% Kraft auf meine Stunden zu kommen. Na ja, auf Dauer werd ich das mit der Pflege - vorallem aber wenn ich Schichtleitung bin, nicht mehr schaffen. Ich darf ja auch jede Menge Sachen einfach nicht mehr. Insulin spritzen bzw den Blutzucker messen, Schwere Leute Lagern und Umsetzen (und davon haben wir echt ne Menge !)
Na ja, vielleicht bekomme ich ein Teilzeit Arbeitsverbot... das wäre super. Ich könnte trotzedm arbeiten, käme auf meine Stunden, könnte mehr Betreuung und Dokumentation machen...
Zumal es mir ja auch wirklich nicht sonderlich rosig geht. Dieses Sodbrennen.... und beim Bücken kann man sich ja vorstellen was ab und an passiert... uah.

Auch für die Kollegen ist es natürlich schwer, sie dürfen meine Arbeit quasi mitmachen, ich mach nur die leichten, setz keinen mehr gescheit hin, brauch für ne Menge Sachen einfach Hilfe weil ich es nicht mehr darf. Und ich merke, dass ich einfach nicht mehr so belastbar bin. Das finde ich krass. Ich bin ja noch nicht sonderlich weit mit meiner Schwangerschaft aber ich merke ganz deutlich das ich viel schneller erschöpft bin. Und viel schneller gereizt - wenn auch eher von Kollegen wie von Bewohnern, aber alles in allem strengt mich alles einfach mehr an.

Ich arbeite übrigens als Fachkraft in Vollzeit in der Altenpflege.
Ich liebe meinen Beruf, er ist toll. Ich hab ne menge Spaß mit den Bewohnern, und meistens auch mit den Kollegen. Es ist ein gutes Heim - klar, eben ein Heim und die damit verbundenen Probleme. Zeit hat man nie genug. Und dokumentieren muss man auch zu viel - es sind regelmäßig Kollegen krank...  Zu wenig Personal...die ganz normalen Probleme eben an den sich nichts ändern wird wenn die Politik nichts dagegen macht.
Ich will auf jeden Fall noch eine Weile arbeiten, was soll ich den auch sonst bitte den ganzen lieben langen Tag anstellen ?? Bald habe ich einen Haushalt, ja - abeeer ich weiß ich werde mich furchtbar anfangen zu langweilen und depressiv werden - oder mich packt die Reiselust. Und ich geb Geld aus wenn ich Zeit hab :) Also liiiieber doch arbeiten :D

Na ja,
bisschen geplänkel.
Ich werd gleich abgeholt und geh lecker Essen. Ich hab schon wieder einen mords Kohldampf - dadurch das ich aber den ganzen Mittag verpennt hab ist die letzte Mahlzeit doch schon über 6 Stunden her - heute Mittag gegen halb 1 ;) Huuuuuuuuungeeeer

Schönen Abend - wer auch immer hier meinen Blog liest ;))


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